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Kauf & Verkauf

Lackschichtdickenmessung: Versteckte Vorschäden vor dem Kauf aufdecken

Ein frisch aufbereiteter Gebrauchtwagen kann eine unfallreiche Vergangenheit verbergen. Die Messung der Lackdicke macht Nachlackierungen in Minuten sichtbar.

Von Christian Mastria, Kfz-Sachverständiger in HerneLesezeit 1 Min.

Gerade beim Gebrauchtwagenkauf entscheidet die Vorgeschichte über den Wert. Ein Blick auf den Lack verrät dabei mehr, als die meisten Verkäufer erzählen.

Wie die Messung funktioniert

Ein Schichtdickenmessgerät bestimmt berührend und völlig zerstörungsfrei, wie dick der Lackaufbau an einer Stelle ist. Gemessen wird über die gesamte Karosserie hinweg, Bauteil für Bauteil.

Was die Werte verraten

Ein Serienlackaufbau ab Werk liegt je nach Hersteller meist bei rund 80 bis 150 Mikrometern und ist über das Fahrzeug hinweg gleichmäßig. Deutlich höhere Werte an einzelnen Bauteilen sprechen für eine Nachlackierung, sehr stark abweichende Werte für gespachtelte Stellen.

Wichtig ist der Vergleich, nicht der Einzelwert

Ein einzelner hoher Messwert beweist noch nichts – Serienstreuung gibt es immer. Aussagekräftig wird die Messung erst im Vergleich der Bauteile untereinander und zusammen mit einer Sichtprüfung von Spaltmaßen, Dichtungen und Verschraubungen.

Wann sich die Prüfung besonders lohnt

  • Vor dem Kauf eines hochwertigen oder jungen Gebrauchtwagens
  • Wenn ein Fahrzeug als „unfallfrei" angeboten wird, aber auffällig frisch aufbereitet ist
  • Nach einer Reparatur, um die fachgerechte Ausführung bestätigen zu lassen
  • Bei Streit über Vorschäden in der Schadenregulierung

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